Fabian Goldmann: Stereotype, Staatsräson und Selbstzensur

08.11.2026 11:00 – 13:00 Uhr
Münster

Buchvorstellung und Diskussion mit Fabian Goldmann (Staats(räson)funk. Deutsche Medien und der Genozid in Gaza)

„Zu Israel, zum Gazastreifen und zum Westjordanland ist das deutsche Schweigen bis heute laut“, kritisierte der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels in seiner Rede in der Frankfurter Paulskirche am 11. Oktober.

Deutsche Leitmedien haben seit dem 7. Oktober 2023 nicht nur einseitig und irreführend über die Kriegsverbrechen in Gaza berichtet. Sie haben selbst eine tödliche Rolle in ihnen gespielt. Das ist die These von Fabian Goldmanns Vortrag „Stereotype, Staatsräson und Selbstzensur“.

Wie frei ist Berichterstattung, wenn politische Leitlinien wie die sog. „Staatsräson“ im Sinne einer falsch verstandenen historischen Verantwortung den Rahmen setzen? Welche Bilder und Narrative prägen die deutsche Berichterstattung über Palästina – und welche Stimmen bleiben ungehört? Der Journalist Fabian Goldmann analysiert, wie stereotype Darstellungen, politische Tabus und strukturelle Selbstzensur die mediale Debatte beeinflussen. Er zeigt auf, warum Kritik an israelischer Regierungspolitik häufig delegitimiert wird und wie sich das auf die öffentliche Diskussion über Palästina und die Verletzung von Menschenrechten auswirkt.

Über Fabian Goldmann: Er ist Journalist, Islamwissenschaftler und Autor und hat viele Jahre aus dem Nahen Osten berichtet. Im Februar 2026 ist sein Buch “Staats(räson)funk” erschienen.

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Club Münster in Kooperation mit dem KulturVerein Frauenstraße 24 e.V.

Eintritt frei

https://manifest-buecher.de/produkt/staatsraesonfunk/

https://rosa-luxemburg-club-muenster.de/

https://f24-kultur.de/

 



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