Die Besetzer und Besetzerinnen sind wieder da!

Es hat einige Jahre gedauert. Aber jetzt ist es wieder da und hängt an seinem Platz in der Kneipe, vom Nikotin befreit, in frischen Farben – das große Bild von Gerd Meyerratken mit den Besetzer*innen der ersten Stunde. Die offizielle Feier zur “Heimkehr” wird voraussichtlich Anfang Oktober stattfinden. An erster Stelle eingeladen sind die Menschen, die auf dem Bild zu entdecken sind.

Wer dazu gehört, oder wer den einen oder die andere (wieder)erkennt und/oder eine Adresse oder Telefonnummer hat, möge dies doch bitte dem KulturVerein Frauenstraße 24 mitteilen. Für diese Recherche können wir jede scheinbar noch so kleine Hilfe gebrauchen.

Also: Meldet euch!

Hier noch ein Link zu einem Artikel aus den “Westfälischen Nachrichten”

http://www.wn.de/Muenster/Kultur/2867626-Gemaelde-von-Gerhard-Meyerratken-in-der-Frauenstrasse-24-restauriert-Die-Heimkehr-der-Hausbesetzer

 

BUKO-Rundreise „Paremos la mina – besser Leben ohne Kohle” – Widerständige Strukturen gegen Kohleabbau in Kolumbien und Deutschland

Vom diesjährigen BUKO-Kongress, der Teil des MOVE Utopia ist, wird eine Rundreise mit kolumbianischen Aktivist_innen aus der afrokolumbianischen und der Wayuu Community als Teil der Gegenaktivitäten zum G20 Gipfel in Hamburg organisiert.

Zum Hintergrund der Rundreise:

Die Kohlemine Cerrejón im Nordosten von Kolumbien ist die größte Steinkohletagebau Kolumbiens und Lateinamerikas und steht exemplarisch für die unzähligen sozio-ökologischen Konflikte, die das auf Bergbau und Ressourcenabbau basierte extraktivistische Wirtschaftsmodell Kolumbiens mit sich bringt.

 Die Folgen für die traditionellen Bewohner_innen der Region (Indigene und Afrokolumbianer_innen) und die Umwelt sind verheerend: Ganze Dorfgemeinschaften werden vertrieben und umgesiedelt und ihrer Lebensgrundlagen beraubt. Großräumig werden Landstriche verwüstet, Biodiversität vernichtet, die Versteppung vorangetrieben. Wasserläufe versiegen aufgrund des riesigen Wasserbedarfs für die Miene. Arbeitsplätze werden überwiegend für Facharbeiter_innen geschaffen, nicht jedoch für die lokale Bevölkerung. Kleinbäuerliche Landwirtschaft ist durch Wassermangel und versteppte Böden nicht mehr möglich, die Bevölkerung kann ihrer traditionellen Arbeit nicht mehr nachgehen. Durch den Feinstaub und aus der Erde gelöste Schwermetalle treten gehäuft  schwere Lungen- und Atemwegserkrankungen auf.

Die lokalen Gemeinschaften kämpfen seit Jahren für einen Verbleib auf ihrem angestammten Land, den Zugang zu Wasser, Gesundheitsversorgung, Bildung und Infrastruktur und gegen eine Vertreibung und erzwungene Umsiedlung. Derzeit geht es akut um den Kampf gegen die weitere Ausweitung der Miene und die Umleitung des Flusses Arroyo Bruno, aber auch für würdevolle Lebensbedingungen in den bereits umgesiedelten Gemeinden.

Die Aktivist*innen aus Kolumbien

Jakeline Romero Epiayu von der Frauen-Organisation der Wayúu-Indigenen der Region Guajira (Fuerza de mujeres Wayúu Guajira)

Catalina Caro Galvis von der Umwelt-NGO Censat Agua Viva aus Bogotá, Expertin für Bergbau

Samuel Arregocés von der Organisation der vom Kohlebergbau vertriebenen und betroffenen Afrokolumbianer*innen in der Region Guajira