F24 – Auch 2017: Kultur und Politik

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Liebe Freundinnen und Freunde der F24,

es war im letzten Jahr nicht immer leicht,  ein kontinuierliches Programm auf die Beine zu stellen, die “Personaldecke” ist einfach zu kurz. Aber es ist uns doch gelungen, es gab 2016 manches Highlight bei den Veranstaltungen. So soll es auch 2017 sein. Wir haben leise Hoffnung, dass der Kreis der Unterstützer wieder größer wird. Es ist also vorsichtiger Optimismus angesagt. Vielleicht findet sich ja auch unter den Leserinnen und Lesern dieser Zeilen die eine oder den anderen, die / der gern mitmachen möchte. Die E-Mail-Adresse ist leicht zu finden.

Weniger optimistisch kann man in die politische Zukunft dieses Landes (und der Welt) schauen. Es muss nicht aufgezählt werden, was zu dieser Sicht Anlass gibt. In noch verborgenen Nischen regt sich ohne Zweifel Widerstand. Aber reicht er aus? Jedenfalls möchte der “KulturVerein Frauenstraße 24” hierbei mitwirken. Deshalb ist es unser Ziel, im nächsten Jahr mehr politisch-gesellschaftliche Diskussionsveranstaltungen durchzuführen. Ob dies gelingt, ist natürlich vor allem abhängig davon, dass wir mehr Mitstreiter/innen gewinnen (s.o.). Dabei ist schon jeder Besuch einer Veranstaltung, eines Konzerts, einer Lesung … Unterstützung für unsere Arbeit. Deshalb hoffen wir auf euren regen Besuch im nächsten Jahr.

Vor allem aber wünschen wir euch für das Jahr 2017 alles Gute in eurem persönlichen Leben und uns allen, dass der oben geäußerte Pessimismus  sich nicht bewahrheiten wird.

Der Vorstand des “KulturVerein Frauenstraße 24”

 

 

Irish Folk Session

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Auch im neuen Jahr treffen sich Musiker aus Münster, Osnabrück, Hamm, Essen und von weiter weg einmal im Monat in der F24, um zusammen irische traditionelle Musik zu spielen – allerdings nicht als Konzert, sondern ungezwungen bei einem Bier oder zweien, mitten unter den anderen Kneipenbesuchern. Hier hört man authentische irische Musik, gespielt auf Flöten, Akkordeons, Fiddles, Trommeln und Gitarren, ohne Noten und spontan, immer live und mit viel Freude an der Musik, und man fühlt sich in einen urigen Pub an der irischen Westküste versetzt. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht! Der Einstieg in die irische Musik ist nicht schwer und die Sessionmusiker geben gerne Tipps, wie er am besten gelingt. Wir sehen uns…

läuft bis zum 24.02.2017

Ausstellung “Back to Rojava! – Bilder des kurdischen Aufbruchs in Syrien“

Vernissage am Sonntag 15. Januar, 15:00 Uhr

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Bilder von 2014/2015 aus dem syrischen Kurdengebieten Rojava. © Mark Muehlhaus / attenzione photographers
Bilder von 2014/2015 aus dem syrischen Kurdengebieten Rojava.
© Mark Muehlhaus / attenzione photographers

Die beeindruckenden Bilder des Fotografen Mark Mühlhaus zeigen das Leben der Menschen in der Region Rojava im Nordwesten Syriens und in der fast völlig zerstörten Stadt Kobane. Sie zeigen Menschen auf der Flucht und Menschen, die in ihre zerstörten Häuser zurückkehren. Neben den schrecklichen Seiten des Krieges halten die Fotos auch Szenen der Solidarität und Mitmenschlichkeit fest und das Bestreben, ein funktionierendes Alltagsleben, eine Gesundheitsversorgung und eine demokratische Selbstverwaltung zu etablieren. Fotos, die bewegen, aber auch Hoffnung vermitteln sollen auf eine Zukunft für die Menschen in der eigenen Heimat.

In das gesellschaftliche Projekt, von dessen Aufbau und Verteidigung die Bilder erzählen, wird uns Martin Glasenapp, der als langjähriger Mitarbeiter von medico international und Syrienkenner die Region mehrfach besucht hat, einführen und zugleich die momentane Situation aber auch die Zukunftsperspektiven der Menschen in Rojava erörtern. Er wird dabei insbesondere auf die Herausforderungen eingehen, die sich aus der aktuellen militärischen, politischen und ökonomischen Situation ergeben. Die Eröffnung wird von kurdischer Livemusik und szenischen Darbietungen zum Thema begleitet werden.

Die Ausstellung der Fotos von Mark Mühlhaus wird bis zum 24.2.2017 zeitgleich in der F 24, dem SpecOps, dem Café Malik und im Integrationsrat der Stadt Münster zu sehen sein und mit einer Finissage am Mittwoch, den 22. Februar um 19.30 Uhr im Café SpecOps, Von Vincke-Str.5, begleitet von einem kulturellem Rahmenprogramm ausklingen.

Veranstaltet werden die Ausstellung und die begleitenden Veranstaltungen von Perspektive Rojava, einem Solidaritätskomittee, das sich bereits seit zwei Jahren in Münster für die Menschen in und aus Rojava engagiert. Mitgetragen wird die Veranstaltung vom Kulturverein F 24, dem Café SpecOps, dem Café Malik, dem Integrationsrat der Stadt Münster und der Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW. Sie will auf das Schicksal der Menschen in Rojava aufmerksam machen, insbesondere in diesen Tagen, in denen sich die politische und militärische Situation in Syrien und der Türkei immer weiter verschärft.

Die Ausstellung „Back to Rojava“ von Medico International entstand im Zusammenhang mit der Rückkehr Tausender Geflüchteter in das vom IS zerstörte und schließlich befreite Kobane, sie lädt in beeindruckenden Bildern der Solidarität dazu ein,  die Situation im nordsyrischen Rojava in den Blick zu nehmen. Diese ist zum einen geprägt von Zerstörung, einer schwierigen humanitären, wirtschaftlichen und medizinischen Situation, von politischer Unsicherheit und zum anderen vom Versuch ein basisdemokratisches Gesellschaftsmodell aufzubauen.