Irish Folk Session

Musikerinnen und Musiker aus Münster, Osnabrück, Hamm, Essen und von weiter weg treffen sich einmal im Monat in der F24, um zusammen irische traditionelle Musik zu spielen – nicht als Konzert, sondern ungezwungen bei einem Bier oder zweien, mitten unter den anderen Kneipenbesuchern. Hier hört man authentische irische Musik, gespielt auf Flöten, Akkordeons, Fiddles, Trommeln und Gitarren, ohne Noten und spontan, immer live und mit viel Freude an der Musik, und fühlt sich in einen urigen Pub an der irischen Westküste versetzt. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht!

Eintritt frei!

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Geh quizzen – das Pubquiz in der Wahlwoche

Im Rahmen der Kampagne „Lasst mich doch denken“ veranstaltet der AStA Uni Münster ein Kneipenquiz. Nebenbei gibt es Infos zu der Kampagne, die sich gegen die Einschränkung der Studierfreiheit und der Mitbestimmung der Studierenden wendet, wie sie mit der Novellierung des Hochschulgesetzes droht.

Veranstalter: AStA Uni Münster

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Frauenstraße unterwegs – Zerschlagung der Gewerkschaften 1933

Der Davidstern über dem Eingang der ehemaligen Marks-Haindorf Stiftung

 

Am 2. Mai erinnert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einer Gedenkveranstaltung an die Stürmung des ehemaligen ADGB-Hauses in der Dammstraße am 2. Mai 1933 durch Sturmtruppen da SA. Büros wurden geplündert und Gewerkschaftssekretäre in Schutzhaft genommen und gefoltert. Daran erinnert heute eine Gedenktafel an dem Haus in der Dammstraße / Ecke Friedrich-Ebert Straße. Es spricht Carsten Peters vom DGB.

Im Anschluß an die Gedenkveranstaltung wird der Stadtführer Klaus Woestmann, der auch Vorstandsmitglied des KulturVereins Frauenstraße e.V. ist, eine Fahrradtour zu Gedenkorten zum Nationalsozialismus anbieten. Es wird in die Südstraße gehen, wo Stolpersteine an die Familie Gumprich erinnern, die hier ihren letzten selbst gewählten Wohnsitz hatte, bevor sie gezwungen wurde, in die Hermannstraße zu ziehen, wo sich eines von 14 Häusern befand, in dem jüdische Mitbürger nach dem Verlust ihres Mieterschutzes wohnen mussten. Von dort wurden die Familiemitglieder in das Ghetto von Riga und in das KZ Stutthoff deportdiert. Keiner überlebte.

Wir werden das Gebäude der ehemaligen Marks-Haindorf Stiftung aufsuchen, einer überregional bedeutenden jüdischen Bildungseinrichtung, die für die Integration der jüdischen Mitbürger im Münster des neunzehnten Jahrhunderts steht und die mit der Ermordung und Vertreibung der Mitglieder der jüdischen Gemeinde durch die Nationalsozialisten zerstört wurde.

Am Domplatz erinnert die Kreuzigungsgruppe des Künstlers Berd Gerresheim auch an den Kardinal von Galen, der in seinen Predigten die Ermordung geistig und psychisch behinderter Menschen im Zuge des Rassenwahns der Nationalsozialisten öffentlich machte und für den katholischen Wiederstand im Münsterland steht.

Über den Prinzipalmarkt, dem Symbol für den Wiederaufbau der kriegszerstörten Stadt, radeln wir zum Zwinger, wo Zwangsarbeiter inhaftiert und ermordet wurden und wo sich heute die zentrale Gedenktafel für die Opfer des Faschismus in Münster befindet, werfen einen Blick auf das Gefängnis, in dem auch Wiederstandskämpfer unter Haftbedingungen eingesperrt waren, die einige von ihnen nicht überlebten und beenden die Tour an der Skulptur von Paul Wulf am Servatiplatz, die in moderner Form an einen münsteraner Bürger und Besucher der Frauenstraße 24 erinnert, der von den Eugenikprojekten der Nationalsozialisten direkt betroffen war und uns heute Mahnung ist, gegen die Ausgrenzung und Stigmatisierung von Mitbürgern, gegen die wir uns weiterhin wehren müssen.

Die Gedenkveranstaltung beginnt um 17:00 Uhr an der Dammstraße und wird ca. eine halbe Stunde dauern, anschließend startet dort die Fahrradtour, die ca. eine Stunde dauern wird und am Servatiplatz endet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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