“10 Tage, die die Welt erschütterten”- Eine Lesung aus John Reeds Bericht über die Oktoberrevolution


 

Niemand hat die Oktoberrevolution in Russland, deren hundertster Jahrestag am 7. November begangen wird, anschaulicher und besser beschrieben als John Reed in seinem Klassiker „Zehn Tage, die die Welt erschütterten“.  Jürgen Brakowsky, Geli Kohl und Gerhard Schepper lesen aus seinem Buch und erinnern damit an die damaligen Ereignisse, die unter Linken lange Zeit als Hauptereignis des 20. Jahrhunderts galten und die die junge Sowjetrepublik nach den Gräueln des 1. Weltkrieges zu einem Hoffnungsträger für die Welt machten. Die ersten Dekrete waren:

die einseitige Beendigung des Krieges, Land für die Bauern, Wahlrecht für Frauen, Gleichstellung unehelicher Kinder, Legalisierung der Homosexualität, demokratische Kontrolle der Banken und der Wirtschaft sowie Gewährung der politischen Rechte für alle – gleich welcher Nationalität -, die bereit waren, im Land zu wohnen und zu arbeiten.

Alles Maßnahme mit Vorbildcharakter, einige sogar bis heute. Da blitzte kurz auf, wozu die Menschheit fähig wäre und die Ausstrahlung auf die Intellektuellen der Welt war gewaltig.

Wohl wissend, dass ihr Fortgang und vor allem der Zeitpunkt sowie die Ursachen für ihr Scheitern in der Linken höchst umstritten sind, will die Veranstaltung dennoch nur an diesen Moment der Revolution erinnern. Vielleicht kann sie damit auch einen Anstoß geben für die Diskussion darüber, welche Bedeutung der Oktoberrevolution in unserer Gegenwart zukommt.

Umrahmt wird die Lesung mit Musik und “revolutionären” Gesprächen.

Zuckerschnitten – Von Abba bis Hermann van Veen

15 Frauen aus Münster trauen sich singend auf die Bühne und haben sichtlich Spaß dabei. Begleitet und geleitet werden sie von der Musikerin Elke Wehling. Mit einem bunten Mix aus Pop, Chanson, einer kleinen Dosis Schlagermusik, eigenen feministischen Texten und wunderbarer Choreografie ziehen sie die Zuhörer und Zuschauer in ihren Bann. In ihren Texten geht es meistens um Frauen, ihre Eigenheiten und Vorzüge. Die Zuckerschnitten: unwiderstehlich und zuckersüß!

2012 als Projektchor anlässlich des internationalen schwul-lesbischen Chor-Festivals Various Voices in Dublin gegründet, sind die Zuckerschnitten auch von Zeit zu Zeit in Münster zu sehen. Bei der alljährlichen Grünflächenunterhaltung auf der Promenade sind sie mittlerweile ein echter Publikumsmagnet. Mit den rosafarbenen Sonnenbrillen und Federboas zu schlichtem Schwarz setzen sie nicht nur optisch auf Kontraste. Auch die Stimmungen, die in ihren Stücken schwingen, reichen von romantisch bis herb, zuckersüß bis energisch, albern bis ernst und immer authentisch.

Eintritt: 6 €

 

Irish Folk Session

Musikerinnen und Musiker aus Münster, Osnabrück, Hamm, Essen und von weiter weg treffen sich einmal im Monat in der F24, um zusammen irische traditionelle Musik zu spielen – nicht als Konzert, sondern ungezwungen bei einem Bier oder zweien, mitten unter den anderen Kneipenbesuchern. Hier hört man authentische irische Musik, gespielt auf Flöten, Akkordeons, Fiddles, Trommeln und Gitarren, ohne Noten und spontan, immer live und mit viel Freude an der Musik, und fühlt sich in einen urigen Pub an der irischen Westküste versetzt. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht!