Lesung und Chansons mit Günter Gall: Erich Kästners 13 Monate

 

 

Eine spannende Zeit-Reise nach Erich Kästner (1899, Dresden – 1974, München)

„…Nordwind bläst und Südwind weht
Und es schneit. Und taut. Und schneit.
Und indes – die Zeit vergeht,
bleibt uns doch nur eins: die Zeit.“ (E.K.)

Erich Kästner schrieb die „13 Monate“ 1955 als ein „Großstädter für Großstädter“. Er beschreibt das Jahr in prallen Versen voller Leben, aber auch mit Melancholie und einem Schuß Sarkasmus. Die Verse erblühen durch Konstantin Vassilievs Kompositionen wie „der Flieder im Mai“, die „Schneeglöckchen läuten“ und „Blätter tanzen sterbensheiter durch den Herbst“.

Gall würzt das Monatsmenue durch seine lebendige Lesung. Die Lieder und Chansons – je nach Jahreszeit mal melancholisch oder heiter – stammen von Kästner oder Zeitgenossen/innen wie Mascha Kaléko. Auch Volkslieder erklingen in modernem Gewand.

Schattenbilder von Käthe Wolff (1882, Berlin, Todesdatum unbekannt,) enstanden um 1915-1917, runden als „Kalenderblätter“ das Programm mit heiter-romantischen Scherenschnitten ab. Käthe Wolff war zu ihrer Zeit eine bekannte Künstlerin, studierte am Berliner Kunstgewerbemuseum und erwarb ihr Diplom 1914 an der Bugra in Leipzig.

In diesem Sinne sind die „13 Monate“ eine Vorschau, eine Rückschau oder eine Standortbestimmung. Um es mit Kästner zu sagen: „Der Sinn der Jahreszeiten übertrifft den Sinn der Jahrhunderte“.

Mit Günter Gall kehrt ein ehemaliger Besetzer der Frauenstraße 24 an seinen früheren Wohnort zurück. Günter Gall ist am Niederrhein aufgewachsen und lebt heute in Osnabrück. Seit mehr als 40 Jahren ist er mit diversen Bühnenprogrammen unterwegs.

Der Eintritt zur Lesung ist frei, ein Hut wird aber rumgehen, in den jeder werfen kann, so viel wie er will

http://www.guenter-gall.de/

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