Buchvorstellung „Recht auf Trauer. Bestattungen aus machtkritischer Perspektive“ mit Francis Seeck

Wer ist betrauerbar? Wer wird erinnert? – Francis Seeck geht in dem Buch „Recht auf Trauer“ der Frage nach, welche Folgen Klassismus auf die Bestattungspraxis in Deutschland hat. Aktuell werden immer mehr Menschen in Deutschland, für die keine Angehörigen die Bestattungspflicht wahrnehmen (können), ohne Grabstein und Namen, ohne Trauerfeiern und Blumenschmuck von Gesundheits- und Ordnungsämtern bestattet. Teilweise, wie z.B. in dem Berliner Bezirk Neukölln, finden diese als Sammelbeerdigung im Minutentakt statt. Oft wurden diese Menschen schon zu Lebzeiten gesellschaftlich ausgegrenzt.

Francis Seeck zeigt in diesem Buch den Zusammenhang zwischen Klassismus, Ausgrenzung und Beerdigungspraktiken auf. Aber auch die eigene Geschichte der Autor*in hat ihren Platz. So geht es auch um Widerstand auf anonymen Friedhofswiesen, sei es durch Trauergäste, Aktivist*innen, Forscher*innen und Mitarbeiter*innen – ganz im Sinne von „Rest in protest!“.

Zur Autor*in:

Francis Seeck ist Autor*in, Antidiskriminierungstrainer*in und Doktorand*in aus einem Armutshintergrund und unter anderem beim Institut für Klassismusforschung aktiv.

Veranstalter ist das autonome AStA-Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende (FikuS)

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