100 Jahre 100 Tage Eisner – Ein theatraler Abend über die Münchner November-Revolution von 1918 /19

Kurt Eisner

Autor: Gerhard Schepper

„Die hundert Tage der Regierung Eisner haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft, mehr Belebung der Geister gebracht als die fünfzig Jahre vorher.“, schrieb Heinrich Mann.

Das Theaterstück vermittelt einen Eindruck von den dicht gedrängten Ereignissen der Revolutionsjahre 1918/19 und von dem Mann, der so viel Anteil daran hatte, dass die Umwälzungen so durch und durch gutmütig verliefen, hierin vielleicht sogar einzigartig in der Weltgeschichte.

Kurt Eisner, der von der SPD zur USPD wechselte, erkannte als erster die Möglichkeit, den militaristischen Staat durch die Einbeziehung der Massen zu stürzen und wurde am 8. November 1918 erster Ministerpräsident des Freistaats Bayern.

Ermordet wurde Eisner am 21. 02.1919 von einem Mitglied der Thule-Gesellschaft, einer der ersten völkischen Vereinigungen, in der auch Adolf Hitler Mitglied war. Seine jüdische Herkunft machte ihn zu einem besonderen Hassobjekt der Völkischen. Der Mord an ihm stürzte Bayern ins Chaos und öffnete den Nationalsozialisten Tür und Tor. Erst die Konterrevolution brachte Mord und Totschlag. 100 Jahre nach seinem Tod soll das Theaterstück „100 Tage Eisner“ uraufgeführt werden.

Die Aufführung im Kammertheater „Der kleine Bühnenboden“ in der Schillerstraße knüpft an die Lesungen zur Oktoberrevolution (2017) und zu Karl Marx‘ 200. Geburtstag (2018) in der Frauenstraße 24 an und wird vom Kulturverein finanziell unterstützt.

Kammertheater Der kleine Bühnenboden

http://www.derkleinebuehnenboden.de/programm_leser/100-jahre-100-tage-eisner.html

Uraufführung: Do. 21.02.2019, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen:

22.02., 20:00 Uhr

23.02., 19:00 Uhr; im Anschluss Filmvorführung: Rote Räte – Die bayrische Revolution aus der Sicht von Augenzeugen (ca. 55‘)

Eintritt: VVK: 15 € / 11 €; AK: 17 € / 13 €

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