“10 Tage, die die Welt erschütterten”- Eine Lesung aus John Reeds Bericht über die Oktoberrevolution


 

Niemand hat die Oktoberrevolution in Russland, deren hundertster Jahrestag am 7. November begangen wird, anschaulicher und besser beschrieben als John Reed in seinem Klassiker „Zehn Tage, die die Welt erschütterten“.  Jürgen Brakowsky, Geli Kohl und Gerhard Schepper lesen aus seinem Buch und erinnern damit an die damaligen Ereignisse, die unter Linken lange Zeit als Hauptereignis des 20. Jahrhunderts galten und die die junge Sowjetrepublik nach den Gräueln des 1. Weltkrieges zu einem Hoffnungsträger für die Welt machten. Die ersten Dekrete waren:

die einseitige Beendigung des Krieges, Land für die Bauern, Wahlrecht für Frauen, Gleichstellung unehelicher Kinder, Legalisierung der Homosexualität, demokratische Kontrolle der Banken und der Wirtschaft sowie Gewährung der politischen Rechte für alle – gleich welcher Nationalität -, die bereit waren, im Land zu wohnen und zu arbeiten.

Alles Maßnahme mit Vorbildcharakter, einige sogar bis heute. Da blitzte kurz auf, wozu die Menschheit fähig wäre und die Ausstrahlung auf die Intellektuellen der Welt war gewaltig.

Wohl wissend, dass ihr Fortgang und vor allem der Zeitpunkt sowie die Ursachen für ihr Scheitern in der Linken höchst umstritten sind, will die Veranstaltung dennoch nur an diesen Moment der Revolution erinnern. Vielleicht kann sie damit auch einen Anstoß geben für die Diskussion darüber, welche Bedeutung der Oktoberrevolution in unserer Gegenwart zukommt.

Umrahmt wird die Lesung mit Musik und “revolutionären” Gesprächen.