Der Veranstaltungskalender auf der Homepage wird gerade überarbeitet, deshalb gibt es die Veranstaltungen im Oktober hier im Überblick:

Doris Stanlein und Luisa Andresen

03.10.2020 12:00 Uhr – 13.11.2020 23:00 Uhr

Doris Stanlein interessiert der Mensch, wie er geschaffen wurde. Sie möchte seine körperliche Schönheit in vielfältigen Facetten darstellen. Zentrale Themen ihrer Arbeiten sind insbesondere die Akt- und die Portraitmalerei. Wichtig ist ihr dabei vor allem eine tiefergehende Aussage und Emotion meiner Bilder. Zunächst arbeitete sie vor allem mit Pastellkreide. Über Aquarellfarbe widmete sie sich allerdings zunehmend der Ölmalerei.

Luisa Andresen ist eine Fotografin aus Münster. Die hier ausgestellten Arbeiten ihrer Serie bodies befassen sich mit dem Körper des Menschen, zeigen ihn als ein individuelles Kunstwerk. Sanfte Linien und fließende Formen: Inspiriert von Skulpturen der Antike befassen sich ihre Aufnahmen mit Ästhetik, Statik und Dynamik des menschlichen Körpers, konzentrieren sich auf einzelne Momente einer artifiziellen Haltung und fragen nach Schönheit in einem zeitlosen Kontext.

Hartmut König: Sag mir, wo du stehst / Trafostation

03.10.2020 20:00 – 23:00 Uhr

Hartmut König war Liedermacher, FDJ-Funktionär und stellvertretender Kulturminister der DDR. So wie er sich einst mit seinem Lied »Sag mir, wo du stehst« positionierte, durchzieht auch seine Autobiografie die Suche nach politischer und menschlicher Ortung. Er berichtet über interessante
Begegnungen mit Künstlern und Politikern, wartet mit überraschenden Einzelheiten aus seinem ereignisreichen Leben auf und lässt gleichzeitig tief in die DDR-Kulturpolitik und in die Vorgänge hinter den Kulissen der Macht blicken.

König, im dritten Nachkriegsherbst geboren, wächst als Schul-, Kirch- und Grenzgänger in Ostberlin auf. In den sechziger Jahren ist er mittendrin in der entstehenden Beatszene. Als Liedermacher tritt er – als Pete Seeger ihm seine Gitarre leiht – bei der UNO-Weltjugendversammlung in New York auf, im eigenen Land polarisiert er mit seinen Texten. Von 1966 bis 1973 ist er Mitglied der Gruppe „Oktoberklub“. Doch nicht für die künstlerische Laufbahn entscheidet er sich, sondern für die Politik.

König erzählt sein Leben und singt seine Songs – verzahnt mit den politischen Ereignissen ergibt das eine kleine, hochinformative Geschichte der DDR.

Eine Veranstaltung der „Woody Guthrie Konzerte 2020“, gefördert von der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW.

Eintritt 12 Euro / Eine Anmeldung ist erforderlich unter f24@f24-kultur.de

Musik der Völker: Veröffentlichung demnächst

11.10.2020 19:00 – 22:00 Uhr

In Münster leben Menschen aus verschiedensten Nationen, die ihre Kulturen mitgebracht haben. In der Reihe „Musik der Völker“ möchten wir Musikern eine Bühne bieten, um die Musik ihrer Kultur vorzustellen. An einem Abend im Monat wird jeweils eine Gruppe ihre Kultur präsentieren.

Eintritt: 10 Euro VVK / 15 Euro AK

Nur 15 Plätze verfügbar! Bitte verbindliche Reservierung an f24@f24-kultur.de

Peng! Improtheater

18.10.2020 16:00 – 19:00 Uhr

Geschichten aus dem Nichts: Fremdsprache? Gesungen? Alles! Und Ihr führt Regie. Seit sechs Jahren ein Klassiker in der F24. In diesem Jahr mit etwas Abstand und Maske – ansonsten: extrem gut und schnell ausverkauft. Wie immer.

Eintritt: 5 bis 10 Euro

Nur 15 Plätze verfügbar! Bitte verbindliche Reservierung an peng.impro@gmail.com

www.peng-impro.de

Lesung Christa Degemann zu Anna Seghers

25.10.2020 16:00 – 18:00 Uhr

Vortrag zum 120. Geburtstag von Anna Seghers am 19. November 2020: Zum Roman Das siebte Kreuz und der Erzählung Der Ausflug der toten Mädchen nd zur westdeutschen Rezeptionsgeschichte.

Christa Degemann Thema wird sein: „Erzählen von der Kraft der Schwachen“.

„Das siebte Kreuz ist ein Roman von Anna Seghers über die Flucht von sieben Häftlingen aus einem Konzentrationslager während der Zeit des Nationalsozialismus.

1938 begann Anna Seghers die Arbeit an ihrem Roman im Exil in Südfrankreich. Da sie keine Recherchen an den Örtlichkeiten des Romans durchführen konnte, griff sie auf eine Region als Schauplatz zurück, die sie als gebürtige Mainzerin kannte. Das von ihr zugrundegelegte Konzentrationslager Osthofen befand sich auf einem damals stillgelegten Fabrikgelände nahe Worms.

Bereits 1939 erschien das erste Kapitel in der Moskauer Zeitschrift „Internationale Literatur“. 1942 wurde der komplette Roman in den USA in englischer Sprache und im mexikanischen Exilverlag „El Libro Libre“ („Das Freie Buch“) in deutscher Sprache veröffentlicht. Ebenfalls 1942 wurde in den USA eine Comic-Fassung verlegt. Durch den Abdruck in zahlreichen Zeitungen Amerikas dürfte die complete pictorial version damals bis zu 20 Millionen Leser erreicht haben. 1944 erschien eine überarbeitete und gekürzte Ausgabe für die auf den europäischen Kriegsschauplatz entsandten US-Soldaten.[1] Später wurde von Anna Seghers das weitere Leben einiger Romanfiguren in Erzählungen fortgeführt („Das Ende“, „Die Saboteure“, „Vierzig Jahre der Margarete Wolf“).“

„Der Ausflug der toten Mädchen ist eine um 1944 entstandene und 1946 in New York erschienene Erzählung von Anna Seghers mit autobiographischen Bezügen. Sie handelt von den Erinnerungen der im mexikanischen Exil lebenden Erzählerin „Netty“ an einen Schulausflug vor dem Ersten Weltkrieg und an die Schicksale der Mädchen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Dadurch entsteht ein breites Bild der Gesellschaft in der ersten Hälfte des 20. Jhs.“ Wikipedia

Christa Degemann, Dr. phil., geboren in Krefeld, lebt seit dem Studium (Lehrerin/Diplom-Pädagogin) im Münsterland. Sie unterrichtete an Gesamtschulen im Ruhrgebiet und war im Fach Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Münster sowie im Fach Soziologie an der Gesamt-hochschule Paderborn tätig. Zuletzt war sie Abteilungsleiterin an der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck.

Zu ihren Veröffentlichungen zählen Arbeiten  zum Literaturunterricht, u.a. zur Literatur der Ar-beitswelt sowie zur Bücherverbrennung. Nach ihrer Dissertation über Anna Seghers folgten zahlreiche weitere wissenschaftliche Veröffentlichungen über diese Autorin, u. a. in verschiedenen Ausgaben des Jahrbuches der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin/Mainz, „Das Argonautenschiff“,   z. B, zur Rezeption der Autorin im Westen.

Sie hielt zudem Vorträge an Volkshochschulen, vor der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit sowie bei den Jahrestagungen der Anna-Seghers-Gesellschaft, deren Mitglied sie ist.

Des Weiteren arbeitete sie u.a. über Heinrich Böll, und Erich Maria Remarque. Sie publizierte eigene Gedichte und Geschichten sowie den Roman Wenn Hans kommt (Vechta 2013)in dem es um die familiären Folgen eines Kriegstraumas geht. Heute führt sie für die VHS Literaturkurse durch. Als Lebensschwerpunkt bezeichnet sie die Friedensarbeit vor Ort.

Eintritt frei / Eine Anmeldung ist erforderlich unter f24@f24-kultur.de

Klassismus

26.10.2020 20:00 – 22:00 Uhr

Solidarisch gegen Klassismus. Organisieren, intervenieren, umverteilen

Die Klassengesellschaft ist Realität. Umso wichtiger ist es, über Klasse zu sprechen, gemeinsam Klassenkämpfe zu organisieren und gegen Klassismus aktiv zu werden. Klassismus bezeichnet die Diskriminierung aufgrund von Klassenherkunft oder Klassenzugehörigkeit und begrenzt den Zugang zu Wohnraum, Bildungsabschlüssen, Gesundheitsversorgung, Macht, Teilhabe, Anerkennung und Geld.

Mit Solidarisch gegen Klassismus liegt ein erster deutschsprachiger Sammelband zum Thema vor. Die Bandbreite der 26 Texte reicht von aktivistischen Erfahrungen über theoretische Diskussionen bis hin zu persönlichen Essays. Manche sind wütend, andere eher fragend, viele persönlich, einige nüchtern beschreibend oder analytisch, andere poetisch. Die Beiträge diskutieren Strategien gegen Klassismus in politischen Zusammenhängen, in Bildungseinrichtungen und gegen Scham; sie berichten von antiklassistischen Interventionen in der Frauen- und Lesbenbewegung und vermitteln Möglichkeiten, sich gegen das Jobcenter oder gegen Vermieter*innen zu organisieren.

Francis Seek, Minoas Andriatis, Richard Dietrich und eine noch nicht feststehende Autorin lesen aus dem Sammelband.

Eine Veranstaltung des Autonomen Fikus-Referats (Referat für finanziell und kulturell benachteiligte Studierende) im AStA.

Eintritt frei / Eine Anmeldung ist erforderlich unter f24@f24-kultur.de

„Rise Up Singin“ Wie der New Deal heute wieder Mut macht / Trafostation

31.10.2020 20:00 – 22:00 Uhr

Ein musikalisch-politisches Programm von Cuppatea und Steffen Lehndorff

Die Bewältigung der Corona-Krisenfolgen macht es noch dringlicher, den Kampf gegen den Klimawandel als Motor für einen wirtschaftlichen Neuaufbau zu nutzen, der eine sozial-ökologische Umorientierung einleitet. Als Inspiration dafür lohnt sich ein Blick zurück auf den New Deal der 1930er Jahre. Nicht allein auf das, was gemacht worden ist, sondern in erster Linie darauf, wie es durchgesetzt wurde.

Die New Deal-Politik der Roosevelt-Regierung war ein noch nie dagewesenes Reformprojekt als Antwort auf Depression, Massenarbeitslosigkeit und soziale Verelendung.

Der New Deal war ein äußerst konfliktreicher Suchprozess, ein mutiges Beschreiten von politischem Neuland. Er war ein eindrucksvolles Beispiel für fortschrittliche Regierungspolitik, die vielfältige und starke Basisbewegungen auslöste, die dann wieder auf die Regierung zurückwirkten und diese vorantrieben.

Mehr zu erfahren über dieses Wechselspiel der Akteure, ihren Einfallsreichtum und ihren Mut zum Konflikt mit mächtigen Interessengruppen in Wirtschaft, Politik und Medien ist anregend für alle, die heute darüber nachdenken, wie eine radikale Wende in Richtung Klimaschutz durchgesetzt werden kann.

Im Programm „Rise Up Singin‘“ erzählt Steffen Lehndorff vom New Deal der 1930er Jahre und zieht Verbindungslinien zu den heutigen Herausforderungen, Konflikten und Bewegungen.

Das Songwriter-Duo Cuppatea (Sigrun Knoche und Joachim Hetscher) beschäftigt sich schon lange – neben ihren eigenen Liedern zu aktuellen Themen – mit den Songs von Woody Guthrie und Pete Seeger sowie der Americana-Musik. Sie spielen live Songs aus Musical, Folk, Blues und Oper und lassen damit den „Spirit“ dieser Zeit wieder aufleben.

Eine Veranstaltung der „Woody Guthrie Konzerte 2020“, gefördert von der Rosa Luxemburg-Stiftung NRW.

Eintritt: 12 Euro / Eine Anmeldung ist erforderlich unter f24@f24-kultur.de