Münsters Wissen frisch gezapft! Vergangenes Leben in der Wüste – archäologische Spurensuche im Sudan

Hier können Sie das Wissen von Forscherinnen und Forschern der Uni Münster „anzapfen“! Wissenschaftler erzählen in Bars und Kneipen über ihre Arbeit. In kurzen Vorträgen erfahren Sie Neues und Interessantes aus verschiedensten Bereichen der Forschung – von den Lebens- und Naturwissenschaften bis zu den Geistes- und Sozialwissenschaften. Anschließend haben Sie die Gelegenheit, mit den Forschern ins Gespräch zu kommen und zu diskutieren.

Ein bis heute nahezu weißer Fleck auf der archäologischen Karte des Nordsudan: Fern von Pyramiden, Tempeln und Städten des Niltals lebten Menschen in kleinen Ansiedlungen und als Nomaden in der Wüste Bayuda. Diese Lebenswelten zu erforschen, erweist sich als Puzzlespiel, das sich nur mit viel Geduld und interdisziplinärer Zusammenarbeit lösen lässt.
Ägyptologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser, WWU Münster

Alle Termine zu der Veranstaltungsreihe „Münsters Wissen frisch verzapft!“ und alle Veranstaltungsorte entnehmen Sie der Homepage der WWU.

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läuft bis zum 31.05.2019

Fluchtpunkt Hoffnung: Ausstellung mit Bildern von Marah Alasaad

Die Vernissage der Ausstellung ist am 28.04.2019, um 14:00 Uhr im Veranstaltungsraum der KulturKneipe Frauenstraße 24.

Bild Marah Alasaad

Über die Künstlerin

Marah Alasaad stammt aus Damaskus. 2015 floh sie aus dem Kriegsgebiet über die Balkanroute nach Deutschland. Die heute 23-jährige studiert in Münster Englisch und Kunst. Gleichzeitig engagiert sie sich ehrenamtlich für die Integration Geflüchteter und berichtet deutschlandweit in Schulen und Kirchengemeinden über die Situation in Syrien und ihre Flucht.

Bild Marah Alasaad

In persönlichen Worten schreibt sie: Wegen des Krieges, der mir geliebte Menschen geraubt hat, habe ich die beschwerliche Flucht durchs Mittelmeer auf mich genommen, um mir in Deutschland ein neues Leben ohne Leid mit meiner Familie aufzubauen. Auch wenn ich bis jetzt in Deutschland viele Menschen kennen gelernt habe, die meine neue Familie gewordenen sind, vermisse ich meine Mutter und meinen Bruder sehr, die noch immer in Damaskus leben müssen.“ (Marah Alasaad)

Bild Marah Alasaad

Über ihre Bilder

Ihre eindrücklichen Bildern konnte die junge Künstlerin bereits an mehreren Orten im Münsterland ausstellen. Sie verarbeitet darin ihre Erfahrungen von Krieg und Flucht, die sie dem Betrachter fragend, mitunter rätselhaft verklausuliert, manchmal plakativ anklagend vor Augen führt. Die Kohlezeichnungen und Acrylbilder lassen das Entsetzliche des Krieges und die tiefen Spuren in ihrer Seele, ihre Trauer und Ängste erahnen. Der Titel ihrer letzten Bildserie ist trotzdem mit “Fluchtpunkt Hoffnung” überschrieben und damit Ausdruck einer Sehnsucht, die sich ebenfalls in ihren Bildern entdecken lässt.

Ich bin Marah, 22 Jahre alt und komme aus Damaskus, Syrien. All diese Erfahrungen prägen mich und damit die Kunst, durch die ich meinen Gefühlen Ausdruck verleihen. Das Thema meiner Bilder ist der Krieg in Syrien und das damit verbundene Leid , sowie die Flucht mit Ihren Gefahren und den Sorgen und Ängsten, die man während ihr fühlt.“ (Marah Alasaad)

Bild Marah Alasaad

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